{"id":17,"date":"2013-02-20T13:31:08","date_gmt":"2013-02-20T11:31:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/?page_id=17"},"modified":"2013-10-13T00:10:25","modified_gmt":"2013-10-12T22:10:25","slug":"uber-den-lt","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/?page_id=17","title":{"rendered":"01.01.2011 bis 01.07.2011"},"content":{"rendered":"<p><code>[Anmerkung: Dieser Text wurde am 01.01.2011 als Einleitung der alten Homepage ver\u00f6ffentlicht.]<\/code><\/p>\n<p><strong>Karstens steiniger Weg zum &#8218;gef\u00fchlten&#8216; Hochleistungs-Sportler<br \/>\n&#8211; oder: Wie alles begann&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man von einem kleinen &#8222;Jogging-Vorspiel&#8220; entlang des Rheins bei Neuss im Juni 2008 absieht (ich wurde von meiner damaligen Freundin Yasmin mit Engelszungen dazu \u00fcberredet), begann meine L\u00e4ufer-Karriere im Dezember 2008.<\/p>\n<p>Man muss sich das ungef\u00e4hr so vorstellen:<br \/>\nMitten durch den frisch gefallen Schnee huscht unter den teils verst\u00e4ndislosen Blicken der wenigen Passanten ein bunter Geselle am leverkusener Dh\u00fcnn-Ufer entlang.<br \/>\nWei\u00df-Rote Asics Schuhe, Schwarz-Wei\u00dfer Baumwoll-Trainingsanzug, blaue Baumwoll-M\u00fctze und -Handschuhe.<br \/>\nWir schreiben Mittwoch, den 24. Dezember 2008.<br \/>\nSo brach ich zu meiner ersten &#8222;Lauftour der Neuzeit&#8220; auf.<br \/>\nMeine sportlichen Glanzzeiten beim Bogenschie\u00dfen, Fechten, Handball, Freeclimbing und Rennrad fahren lagen da schon 12 Jahre, 20kg sowie ettliche Zigaretten zur\u00fcck&#8230;<br \/>\nDie Lauf-Premiere zwecks Gewichtsverlust (dortmals 97kg bei irgendwas um 190cm) hatte ich absichtlich auf den &#8222;heiligen Morgen&#8220; gelegt: Wenn ich mich am 24.12. trotz Minusgraden und Schnee aufraffen w\u00fcrde um zu Joggen &#8211; dann h\u00e4tte ich fortan keine Ausrede nicht mehr zu Joggen.<br \/>\nSchlechtes Wetter, Feiertag und Familienfeier.<br \/>\nAlles war abgedeckt.<br \/>\nDamals war ich Jogger, kein L\u00e4ufer.<br \/>\nDamals war der Grund das Abnehmen.<br \/>\nDamals war nach gerade einmal 3km Schluss gewesen.<br \/>\nDamals wurde ich &#8222;angefixt&#8220;.<\/p>\n<p>2009 entschied ich mich dann f\u00fcr die Bewerbung bei einer Berufsfeuerwehr.<br \/>\nIch legte mir eine Hantelbank und ein Laufband zu, um auch bei extrem schlechten Wetter trainieren zu k\u00f6nnen. Und das tat ich auch.<br \/>\nAu\u00dferdem ging ich regelm\u00e4\u00dfig ins Schwimmbad. Das in Kombination mit einer versierteren Di\u00e4t lie\u00df dann die Pfunde recht schnell purzeln.<br \/>\nAber mein linkes Knie begann ab und an zu schmerzen, diverse Abfl\u00fcge vom Band verursachten zum Teil mehrw\u00f6chige Pausen und das geforderte Sportabzeichen konnte ich verletzungsbedingt Aufgrund einer nicht absolvierten Pr\u00fcfung (Weitsprung) ebenfalls nicht erlangen. Konsequenterweise ging dann auch die Berwerbung bei der BF in die Hose (ich wurde nicht einmal zum Test eingeladen) und so lief ich aus purem Frust an einem Montag im Januar 2010 meinen ersten Laufband-Halbmarathon \u00fcberhaupt. Mittwochs dann den Zweiten und samstags den Dritten.<br \/>\nWut ist ein guter Motor.<br \/>\nDanach konnte ich mehrere Wochen nicht mehr Laufen vor Schmerzen im Knie.<br \/>\nWut ist ein schlechter Berater!<br \/>\nDer konsultierte Orthop\u00e4de veranlasste ein CT, aber bis der Termin endlich kam, waren die Schmerzen schon wieder weg und erwartungsgem\u00e4\u00df gab es keinen Befund.<br \/>\nIch lie\u00df eine neue Laufanalyse in einem trierer Fachgesch\u00e4ft durchf\u00fchren und kaufte mir ein neues Paar Laufschuhe.<br \/>\nMeine Begleitung fischte einen Werbeflyer des Trierer Stadtlaufes vom Tresen und auch ich war recht interessiert daran.<br \/>\nDer erste 5km-Testlauf mit den neuen Schuhen verlief \u00e4u\u00dferst positiv, also direkt die Anmeldung f\u00fcr den 10km Lauf in Trier ausgef\u00fcllt und trainieren, trainieren, trainieren.<\/p>\n<p>Die neuen Schuhe brachten jedoch keine langfristige Besserung, die Schmerzen kamen recht schnell wieder.<br \/>\nEs war zum Heulen.<br \/>\nIch holte mir wieder eine \u00dcberweisung zum Orthop\u00e4den, w\u00e4hlte diesmal aber eine andere Praxis. Artig packte ich die alten CTs ein und erschien wie telefonisch angek\u00fcndigt ohne Termin, daf\u00fcr mit Zeit, einem Buch und einer Flasche Tee. Schon nach 3 Stunden kam ich an die Reihe und erz\u00e4hlte dem Orthop\u00e4den brav meine Leidensgeschichte. Der Doc h\u00f6rte mir sehr aufmerksam zu und meinte dann nur: &#8222;Wenn ich jetzt hier reindr\u00fccke, tut es dann weh?&#8220;, er presste den Daumen neben die Kniescheibe und ich konnte vor Schmerzen kaum atmen. Um es kurz zu machen, hier die Diagnose:<br \/>\nMuskeln und B\u00e4nder im linken Bein waren aufgrund falschen und einseitigen Trainings zum Teil verk\u00fcrzt bzw. verk\u00fcmmert. Au\u00dferdem habe ich Senk-Spreiz-Knickf\u00fc\u00dfe (keine Sorge, ich werde trotzdem gesunde Kinder zeugen k\u00f6nnen!) und ben\u00f6tige Einlagen f\u00fcr die Laufschuhe.<br \/>\nDie Ursache war dem Doc klar: Falsch traininert, zu einseitig traininert, nicht gedehnt und \u00fcberhaupt gar keine Ahnung von den Grundlagen.<br \/>\nWie sich herausstellte ist mein Doc nicht nur Orthop\u00e4de und Physiologe, sondern selbst passionierter L\u00e4ufer.<br \/>\nSein Tipp: Erstmal 3 Wochen Pause, die ich dazu nutzen sollte &#8222;Das gro\u00dfe Laufbuch&#8220; von Herbert Steffny zu lesen und danach k\u00f6nne ich dann vorsichtig wieder anfangen zu trainieren. Vorzugsweise in einem Lauftreff.<br \/>\nMein Ziel in 2 Monten am 10km-Stadtlauf teilzunehmen segnete er unter der Bedingung ab, dass ich beim ersten Schmerzanzeichen abbreche und mich unterstehen soll mit einer Zeit unter 45min bei ihm aufzutauchen. Der n\u00e4chste Termin wurde f\u00fcr einen Tag nach dem Lauf angesetzt.<\/p>\n<p>Das Training absolvierte ich streng nach Vorgabe auf weichem Untergrund, ich absolvierte viele langsame Waldl\u00e4ufe mit Wieselchen, einer sehr sehr guten Freundin, und zus\u00e4tzlich noch einige, vorsichtige Tempol\u00e4ufe auf Rasen. Zus\u00e4tzlich kam noch ein sehr sch\u00f6ner Strandlauf auf Langeoog dazu und so ging ich v\u00f6llig beschwerdefrei Ende Juni in Trier an den Start und legte bei meiner Premiere auch direkt die angestrebten 45mins (44:47, M30 Platz 16) aufs Pflaster.<br \/>\nEs folgten ein paar sehr warme hochsommerliche Wochen mit vielen Trainingsl\u00e4ufen. Als mittelfristiges Ziel strebte ich die &#8222;Schallmauer&#8220; 40min an.<br \/>\nUnd ich begann mich mehr und mehr f\u00fcr den Triathlon zu begeistern. Laufen machte mir tierischen Spa\u00df, Kraulen hatte ich f\u00fcr die Feuerwehrbewerbung neu gelernt und Rennradfahren war schon seit ich denken kann ein Steckenpferd von mir. Seit 4 Jahren nannte ich sogar stolz einen zwar gebrauchten, aber nicht minderschnellen Peugeot Rennboliden mein Eigen (bisher erreichte Geschwindigkeit auf dem Rheindamm bei Zons: 67,2km\/h lt Sigma).<br \/>\nAlso wohlauf ans Werk, das Rad hatte ich diese Saison wegen des Lauftrainings sowieso noch nicht bewegt. Es wurde also h\u00f6chste Zeit!<br \/>\nSo schwang ich mich am Morgen des 17.07.2010 gegen 8 Uhr auf meinen treuen Boliden.<br \/>\n&#8230; knapp eine Stunde sp\u00e4ter und 40km weiter n\u00f6rdlich endeten mein Training, mein Fahrrad und um ein Haar auch ich selbst durch einen Sturz bei ca 35 km\/h im neusser Stadtgebiet.<br \/>\nDas Gesicht (vor allem die Mundh\u00f6hle) musste mit knapp 20 Stichen gen\u00e4ht werden, die Nase war angebrochen, ein leichtes Sch\u00e4delhirn-Trauma hatte ich davon getragen und beide Knie waren ebenfalls geprellt.<br \/>\nKurzum: Ich sah aus als h\u00e4tte ich Mike Tyson in die Suppe gespuckt.<br \/>\nAber meine Kompanie Schutzengel hatte mich abermals vor Schlimmeren bewahrt und die ausgezeichneten \u00c4rzte, Schwestern und Pfleger des neusser Lukaskrankenhauses sorgten daf\u00fcr, dass auch kaum sichtbare Spuren zur\u00fcck blieben.<br \/>\n<strong>Danke an euch alle!<\/strong><br \/>\nFast 3 Wochen lang war an Laufen also gar nicht zu denken und danach ging es auch nur sehr, sehr schleppend vorran. Ich rauchte wieder wie ein Schlot und \u00fcberhaupt war es eine ziemlich schwierige Zeit&#8230;<br \/>\nWas also tun?<br \/>\nLaufkalender rauskramen und f\u00fcr einen Lauf anmelden. 10km, wie in damals in Trier. Diesmal nur bitte etwas n\u00e4her.<br \/>\nSo startete ich am 24. September beim 7 Meilen Nachtlauf von Zons (11,2km, 51:44, M30 Platz 16).<br \/>\nDer Lauf und vor allem die Begleitumst\u00e4nde waren im Nachhinein zuviel f\u00fcr mich. Aber gleichzeitig wuchs in mir der Wunsch ein &#8222;richtiger&#8220; L\u00e4ufer zu sein.<br \/>\nAm 20.10.2010 h\u00f6rte ich (zum zweiten Mal nach 2004, aber diesmal endg\u00fcltig!) mit der Qualmerei auf und im November, einer Zeit voller \u00c4ngste und Sorgen f\u00fcr mich, <\/p>\n<p><code>[An dieser Stelle kann ich heute (Anfang 2013) hinzuf\u00fcgen, dass ich den unerwarteten Tod von Yasmin verarbeiten musste. Ebenjene Freundin, durch welche ich \u00fcberhaupt erst 'so richtig' wieder mit dem Laufen in Kontakt gekommen war.]<\/code><\/p>\n<p>stellte sich beim 10km-Crosslauf (&#8222;Wurzelweglauf&#8220;) in Konz der erste kleine Erfolg ein:<br \/>\nPlatz 2 der Alterklasse M30 und die Begegnung mit L\u00e4ufern wie Dietmar Bier (2010 dt. Marathon-Meister, M40) und Tina Wessely (Rheinland-Meisterin).<br \/>\nDas weckte noch mehr meinen Ergeiz und, so bl\u00f6d es auch klingen mag: Es gab mir wieder ein Ziel.<br \/>\nAnfang Dezember folgte ein (Aufgrund des Veranstaltungsortes) nicht minder emotionaler 5km Crosslauf in Neuss (22:05min), der f\u00fcr mich absolut konfus ablief (mehr dazu <a href=\"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/?p=170\">hier<\/a>), mir aber trotz allem den Sieg meiner Altersklasse einbrachte!<br \/>\n&#8230;zugegeben, es gab nur drei M30-L\u00e4ufer, aber der Zweitplatzierte, ein netter Triathlet dessen Freundin ebenfalls mitlief, lag \u00fcber eine Minute hinter mir.<br \/>\nDen grandiosen Abschluss des Laufjahres 2010 bescherte mir der 8km Trierer Silvesterlauf: Ich sch\u00fcttelte Carsten Schlangen die Hand, traf <em>den<\/em> Herbert Steffny, und schw\u00e4tze ebenfalls kurz mit Sabrina &#8218;Mocki&#8216; Mockenhaupt. Ebenfalls wieder mit von der Partie waren Dietmar Bier sowie andere lokale Laufgr\u00f6\u00dfen. Das alles moderiert von Wolf-Dieter Poschmann. Es war einfach herrlich!<br \/>\nMeine offizielle (Brutto-)Zeit lag bei 35:12min, der Forerunner hatte aber &#8217;nur&#8216; 34:20min gestoppt.<\/p>\n<p>Ja und jetzt bin ich so richtig angefixt.<br \/>\nDamit ich auf dem langen Weg das Ziel nicht aus den Augen verliere und auch um mich selbst noch mehr zu pushen, mache ich die ganze Geschichte jetzt auch mittels eines Blogs &#8218;pseudo-offiziell&#8216;: Wenn es im Netz steht, kann es theoretisch jeder lesen. Und wenn es jeder lesen kann, dann will ich auch alles daran setzen, dass ich niemanden hier zuviel verspreche.<br \/>\nKrude Logik, oder?<br \/>\nDamit war der Blog zwar geboren, aber namenlos.<br \/>\nKurz, pr\u00e4gnant, subtil und mit einer Prise Understatement. Diese Kriterien sollte der Name erf\u00fcllen.<br \/>\nDa ich mich tagelang nicht zwischen &#8222;Miep!Miep!&#8220; und &#8222;Dummschwitzer&#8220; entscheiden konnte, habe ich einfach beides genommen.<\/p>\n<p>Herzlich willkommen also auf www.Dummschwitzer.de,<br \/>\nder offiziellen Homepage des inoffizellen &#8222;LT Miep!Miep!, Leverkusen&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">(letzte \u00c4nderung: 2011-01-01)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[Anmerkung: Dieser Text wurde am 01.01.2011 als Einleitung der alten Homepage ver\u00f6ffentlicht.] Karstens steiniger Weg zum &#8218;gef\u00fchlten&#8216; Hochleistungs-Sportler &#8211; oder: Wie alles begann&#8230; Wenn man von einem kleinen &#8222;Jogging-Vorspiel&#8220; entlang des Rheins bei Neuss im Juni 2008 absieht (ich wurde &hellip; <a href=\"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/?page_id=17\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":706,"menu_order":10,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_mc_calendar":[],"_links_to":"","_links_to_target":""},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/17"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17"}],"version-history":[{"count":13,"href":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/17\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":708,"href":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/17\/revisions\/708"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/706"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}