{"id":238,"date":"2011-02-27T02:10:08","date_gmt":"2011-02-27T00:10:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/?p=238"},"modified":"2013-04-06T02:11:07","modified_gmt":"2013-04-06T00:11:07","slug":"kleiner-tod-kasis-erster-sub-40-testlauf","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/?p=238","title":{"rendered":"Kleiner Tod: Kasi&#8217;s erster Sub-40-Testlauf"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8222;Auf Jungs, heute m\u00fcssen wir wieder ein bisschen sterben!&#8220;<\/strong><br \/>\n&#8211; Emil &#8218;Die Lokomotive&#8216; Z\u00e1topek, L\u00e4uferlegende<\/p>\n<p>Tag: Sonntag, 27. Februar, 2011<br \/>\nZeit: 11:10 Uhr<br \/>\nOrt: Sportpark, Leverkusen<\/p>\n<p>Hier und Heute findet ein international bekanntes 10km-Rennen statt.<br \/>\nDas \u00e4lteste Rennen seit Menschengedenken.<br \/>\nDer h\u00e4rteste Lauf, den ein Sportler zu bestehen hat.<br \/>\nDenn der Gegner ist unerbittlich und gnadenlos:<br \/>\nDie Uhr.<\/p>\n<p>*imaginiert das Ger\u00e4usch einer Nadel, die \u00fcber eine Schallplatte gezogen wird*<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAber da mein &#8218;Ziel&#8216; f\u00fcr heute nur eine Zeit um die 42 Minuten sein wird, brauchen wir eigentich gar kein so gro\u00dfes Tamm Tamm darum zu machen.<br \/>\nEigentlich wird der heutige Lauf nur stattfinden, um mir ein wenig positiven R\u00fcckenwind f\u00fcr den schnellen Volkslauf am 13.3. &#8218;Rund ums Bayerkreuz&#8216; zu geben. Den Elitelauf habe ich f\u00fcr diese Saison ad acta gelegt.<br \/>\nUm 9 Uhr h\u00fcpfte ich also recht motiviert, aber auch nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig begeistert aus den Federn. Im Bad schallte mir zur Begr\u00fc\u00dfung erstmal AC\/DC&#8217;s Thunderstruck entgegen.<br \/>\nRockland Radio: So muss ein Tag beginnen!<br \/>\nDie Waage zeigte ein NDG (Netto-Dummschwitzergewicht) von 78.8kg an.<br \/>\nDamit kann man arbeiten. Also ab in die K\u00fcche und gen\u00fcsslich die Birne sowie einen HighCarb-Riegel mit Coffein verfr\u00fchst\u00fccken.<br \/>\nEin Blick auf die Wetterstation verk\u00fcndete 7\u00b0C, 80% rel. Luftfeuchte.<br \/>\nDer Blick aus dem Fenster verriet au\u00dferdem: B\u00f6higer Wind, starke Regenschauer.<br \/>\nNaja, ich wollte ja eine m\u00f6glichst realistische Rennsimulation, also durfte ich mich jetzt nicht beschweren!<\/p>\n<p>Die Wahl der Klamotten war aber trotzdem sehr schwer:<br \/>\nTemperatur, Wind, Regen &#8211; nichts fiel wirklich zu meinen Gunsten aus.<\/p>\n<p>Dummschwitzer-Schwester stellte sich dankenswerter Weise als Sherpa zur Verf\u00fcgung, sodass ich zwar in langer Hose und Jacke warmlaufen konnte, aber danach recht frei in der Kleiderwahl war.<br \/>\nDer Regen hatte fast ganz aufgeh\u00f6rt, der starke Wind war geblieben.<br \/>\nLetztlich entschied ich mich also f\u00fcr die Tights, dar\u00fcber die Shorts, mein normales Trainingsshirt, und die Jacke als Windbrecher.<br \/>\nDer Mp3-Player war ebenfalls mit von der Partie. Als Motivator f\u00fcr etwaige, kleine Durchh\u00e4nger.<\/p>\n<p>Punkt 11:10 Uhr hatte ich die Warmlaufphase beendet und dr\u00fcckte den Start-Knopf meiner Uhr.<br \/>\nVor mir lagen 5 Runden zu je 2 Kilometern.<\/p>\n<p>Ich lief im Uhrzeigersinn, vom Bahndamm aus startend los.<br \/>\nWie ich nach knapp 700m merkte, erheblich zu schnell.<br \/>\nEin wenig drosseln, schnell sein ist ja sch\u00f6n und gut &#8211; aber man muss auch ankommen!<br \/>\nTrotzdem wurde es noch eine 3:37.<br \/>\nHerrjee!<br \/>\nWo ist denn mein Gef\u00fchl geblieben!?<br \/>\nDas ist zu schnell, vieeel zu schnell!<br \/>\nMeine absolute H\u00f6chstgeschwindigkeit liegt bei 3:20.<br \/>\nDie erste halbe Runde war also definitiv ein taktisches Debakel.<br \/>\nSo \u00fcberquerte ich die Br\u00fccke und bog auf der Gegenseite wieder auf den Damm ein.<br \/>\nDirekt blies mir der Wind scharf ins Gesicht.<br \/>\nOh Boy, der Puls war aufgrund des &#8218;Superintervalles&#8216; eben ja ohnehin noch im roten Bereich und jetzt also Gegenwind.<br \/>\nRunter vom Gas, sonst wird dieser Lauf hier kein gutes Ende nehmen!<br \/>\n42 Minuten Zielzeit, das sind 4:12 pro Kilometer.<br \/>\nAlle Zeit der Welt also, nur nichts \u00fcberst\u00fcrzen.<br \/>\nM\u00fchsam arbeitete ich mich durch den Gegenwind.<br \/>\nWas f\u00fcr ein anstrengender Kilometer.<br \/>\nAber ich hatte jetzt so etwas wie meinen &#8218;flow&#8216; gefunden.<br \/>\nMein K\u00f6rper war im Rythmus, ich hatte jetzt genau das Tempo gefunden, das ich \u00fcber 10km halten kann.<br \/>\nKurz vor Ende dieses zweiten Kilometers -und somit kurz vor dem Ende der ersten Runde- offenbarte sich die gr\u00f6\u00dfte T\u00fccke von Rundkursen:<br \/>\nMan kennt jetzt den Kurs, die einfachen und die schweren Passagen. Und au\u00dferdem wei\u00df man wieviele Runden man noch laufen muss.<br \/>\nDas macht es dem Blei-Teufelchen auf der Schulter nat\u00fcrlich extrem einfach, es braucht nicht einmal nen Rechenschiener.<\/p>\n<p>Mit einem *Pl\u00f6pp* erschien es und fing auch direkt an:<br \/>\n&#8222;Die erste Runde ist rum.<br \/>\nEins von F\u00fcnf.<br \/>\nDas sind ja gerade mal 20%, ein F\u00fcnftel der Gesamtstrecke.<br \/>\nDas hei\u00dft du musst noch ganze viermal gegen den Wind laufen&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Das Doofe ist halt nur, dass es leider kein Engelchen auf der anderen Schulter gibt.<br \/>\nKeine kleine Motivations-Mocki, die mich anfeuert, dem Teufel die Meinung sagt und mit ihm um meine arme, schwitzende L\u00e4uferseele k\u00e4mpft.<br \/>\nNein, da muss ich ganz allein gegenhalten. So ist das Spiel.<br \/>\nAuftrieb bekam ich von Garmin, meinem treuen aber unparteiischen Begleiter.<br \/>\nEr verk\u00fcndete laut piepsend eine 3:58min\/km als zweite Pace.<br \/>\nJa sauber!<br \/>\nGriesgr\u00e4mig *verpl\u00f6ppte* sich das Teufelchen und lies mich in Ruhe &#8211; Vorerst.<\/p>\n<p>Der 3. Kilometer verlief wieder etwas erholsamer, dank R\u00fcckenwind.<br \/>\nWas ich an Kraft auf den &#8218;geraden&#8216; Kilometern mehr drauflegen musste, bekam ich in Form von R\u00fcckenwind k\u00f6rperlich und psychologisch doppelt zur\u00fcck.<br \/>\nMit einem lauten *Pl\u00f6pp* erschien das Teufelchen, ersp\u00e4te die 3:53 auf der Pace-Anzeige &#8211; und verschwand mit einem viel leiseren *Pl\u00f6pp* auch direkt wieder.<br \/>\nRecht so!<\/p>\n<p>Aber jetzt hei\u00dft es wieder: Gegenwind!<br \/>\nUnd diesmal gepaart mit leichten Regenschauern.<br \/>\nMia madre, das ist Teufelswerk&#8230;<br \/>\nIch nahm ein wenig mehr Kraft aus dem Tritt, lieber einen Kilometer &#8218;opfern&#8216;, als ihn gewinnen und alle Reserven zu verlieren.<br \/>\nM\u00fchsam erreichte ich dennoch eine 4:06.<br \/>\nSo langsam schwante mir etwas: Alter, du bist richtig flott unterwegs!<\/p>\n<p>Es pl\u00f6ppte und ein kleines Menneken mit H\u00f6rnern und ohne Haare erschien auf meine Schulter.<br \/>\n&#8222;Hallo, opfere deinen 10km-Lauf und ich erf\u00fclle dir 3 W\u00fcnsche! Du kannst w\u00e4hlen zwischen:<br \/>\n&#8211; Einer astreinen 5km-Bestzeit<br \/>\n&#8211; Einem &#8218;T\u00eat\u00ea \u00e1 t\u00eat\u00ea&#8216; mit dem Mocki-Engelchen<br \/>\n&#8211; oooder&#8230;&#8220;<br \/>\nEy wieso oder?! Hast du nicht gesagt, du erf\u00fcllst mir <em>drei<\/em> W\u00fcnsche?<br \/>\n&#8222;Ja wei\u00dft du, das ist kompliziert und knifflig&#8230;&#8220;<br \/>\nVerpl\u00f6pp dich, aber flott!<br \/>\n*Pl\u00f6pp*<\/p>\n<p>Aber eines musste ich dem Teufelchen lassen:<br \/>\nEs war wirklich nicht sehr wahrscheinlich, dass ich dieses Tempo in meiner Verfassung \u00fcber ganze 10km halten kann.<br \/>\nWieso nicht <em>v\u00f6llig<\/em> verausgaben und erhobenen Hauptes eine astreine, neue Trainingsbestzeit \u00fcber 5km aufstellen?<br \/>\nDanach gepflegt kollabieren und alle sind zufrieden.<br \/>\nDie Idee begann mir zu gefallen &#8211; aber hey: Wollte ich nicht einen 10km-Wettkampftest hier hinlegen?<br \/>\n5 sind aber nur die H\u00e4lfte von 10!<\/p>\n<p>Also mit Bedacht weiter, nicht zu viel Gas geben. Das Ding ziehe ich jetzt durch!<br \/>\nDie 5 Kilometermarke passierte ich nach 19 Minuten, 28 Sekunden.<br \/>\nDer Baum ist schonmal gef\u00e4llt.<br \/>\nSowas gibt Auftrieb, aber fragt nicht wie. Vor allem, da ich mich noch in ziemlich guter Verfassung befand!<br \/>\nSollte es denn wirklich&#8230;?<\/p>\n<p>Kilometer 6 war wieder ein Gegenwind-Kilometer.<br \/>\nDer Regen hatte zum Gl\u00fcck wieder ausgesetzt.<br \/>\nWas denn los Teufelchen?<br \/>\nSchon alle Register gezogen?<br \/>\nDie Kilometer 6, 7, 8 und 9 forderten mir wirklich alles ab.<br \/>\nK\u00f6rperlich und mental.<br \/>\nDie Zunge klebte wie ein St\u00fcck trockenes Fleisch am Gaumen. Und nur der &#8218;Psychologische Trick&#8216;, dass durch die blutverd\u00fcnnende Wirkung der Aspirin das unverkennbare Fl\u00fcssigkeitsdefizit kaum Auswirkungen auf den Blutfluss haben sollte, hielt mich zeitweise am Laufen.<br \/>\nMein Puls pochte, die Beine brannten so sehr, dass es zischte sobald ich eine Pf\u00fctze durchlief.<br \/>\nJedoch waren diese 4 Kilometer alle irgendwo zwischen 4:02 und 4:09.<\/p>\n<p>Nach 8000m zeigte die Uhr 31:39min an.<br \/>\nWow wow wow!<br \/>\nKurz \u00fcberschlug ich die Zahlen im Kopf. Das k\u00f6nnte gut werden.<br \/>\nAllerdings: Jetzt hatte ich 1000m R\u00fcckenwind und ausgerechnet der komplette letzte Kilometer w\u00e4re dann Gegenwind.<br \/>\nDas ist nicht gut.<br \/>\nAlso kurz nachgerechnet: Eine Runde ist etwas l\u00e4nger als 2km. N\u00e4mlich ziemlich genau 2.1km.<br \/>\nNach 4 Runden bringt das einen Versatz von etwas mehr als 400m zu meinen Gunsten.<br \/>\nUnterwegs gab es eine kleine Fussg\u00e4ngerbr\u00fccke. Eine kleine Runde vom Bahndamm, wo ich mich gleich wieder befinden w\u00fcrde, zur kleinen Br\u00fccke und \u00fcber sie wieder zur\u00fcck zum Bahndamm waren ganz genau 400m.<br \/>\nAlso wie w\u00e4re es, wenn ich jetzt eine kleine 400m Runde einlegte?<br \/>\nDadurch w\u00fcrde ich 400m Gegenwind in 400m R\u00fcckenwind umtauschen.<br \/>\nGut, zum Preis von einer zus\u00e4tzlichen Wende, sprich einmal zus\u00e4tzlich: Tempo rausnehmen, 90\u00b0 nach rechts \u00fcber die schmale Br\u00fccke, wieder 90\u00b0 nach rechts zur\u00fcck auf den Damm.<br \/>\nDas kostet auch etwas Zeit, aber der psychologische R\u00fcckenwindfaktor gleicht das mehr als aus!<br \/>\nGesagt, getan.<br \/>\nIch bin eher der Typ, der versucht den Tag nicht vor dem Abend zu loben. Aber als ich bei 8.5km die Zwischenzeit checkte wurde mir eines klar:<br \/>\nEs k\u00f6nnte tats\u00e4chlich klappen! Nur nicht schlapp machen jetzt!<br \/>\nMein K\u00f6rper probte den Aufstand. Langsam aber sicher kroch eine l\u00e4hmende Kraftlosigkeit meine Beine empor. Dieses Gef\u00fchl der kurzzeitigen, v\u00f6lligen Verausgabung kannte ich ja bereits von den Intervall-L\u00e4ufen nur zu gut.<br \/>\nAber genau die halfen mir jetzt<br \/>\n8.5km<br \/>\nFehlen noch 1.5km, das sind ein 400m Intervall \u00fcber die mittlere Br\u00fccke und danach ein gediegener 1000m-Intervall mit R\u00fcckenwind plus dem 100m-Sprint zum Ende.<br \/>\nPille Palle!<br \/>\nDas habe ich doch alles schon so gemacht, no big deal!<br \/>\nEinfach nur die Trabpausen dazwischen weglassen und dann ist der Spuk hier in wenigen Minuten vorbei.<\/p>\n<p>Kilometer 9 beendete ich nach ziemlich genau 36 Minuten.<br \/>\nDas wird, das wird!<br \/>\n1000m und noch 4 Minuten Zeit.<br \/>\nJetzt nicht schlapp machen.<br \/>\nZ\u00e4hne zusammen bei\u00dfen und durchhalten jetzt.<br \/>\nDank meiner spontanen Umplanung habe ich den ganzen Kilometer lang <strong>R\u00fcckenwind!<\/strong><br \/>\nDas Ding schaukelst du jetzt nach Hause, das l\u00e4sst du dir jetzt gef\u00e4lligst nicht mehr nehmen!<br \/>\nIch trat an, wie ich es selbst nicht mehr erwartet h\u00e4tte.<br \/>\nLaut rasselte mein Atem, die Beine flogen etwas unsicher unter mir vor und zur\u00fcck.<br \/>\nEgal, hauptsache sie bringen mich noch die letzten 900m bis zum Ziel.<br \/>\nImmer h\u00e4ufiger blickte ich auf das Handgelenk, als w\u00fcrde ich damit die Zeit verlangsamen, oder die Strecke beschleunigen.<br \/>\n9.35km &#8211; 650m noch.<br \/>\nMeine Gedanken schweiften ab.<br \/>\nAbermals blickte ich auf die Uhr.<br \/>\n9.60km, 38min irgendwas.<br \/>\nSchnell \u00fcberschlug ich: knapp 90 Sekunden Zeit f\u00fcr 400m<br \/>\nMein schnellster je gelaufener 400m Intervall lag bei was?<br \/>\n82 Sekunden?<br \/>\nNein, nein, nein!<br \/>\nVerdammt nochmal, was ist das!?<br \/>\nBitte nicht!<br \/>\nIch gab Vollgas.<br \/>\nLieber um eine satte Minute zu langsam, als um wenige Sekunden.<br \/>\nMit einer 41:00min w\u00fcrde ich &#8218;dank&#8216; frisch abgeklungener Erk\u00e4ltung gut leben k\u00f6nnen.<br \/>\nAber eine 40:01min?<br \/>\nDas w\u00e4re ein Schlag ins Gesicht!<br \/>\n9.70km<br \/>\nVerzweifelt hielt ich das Tempo.<br \/>\nK\u00e4mpfte und verbiss mich, wie seit meiner aktiven Fechtzeit nicht mehr.<br \/>\nSchei\u00df auf Atmung, Schei\u00df auf Laufstil.<br \/>\nDiese 400m <em>muss<\/em> ich jetzt einfach so schnell laufen wie noch nie!<br \/>\n9.80km<br \/>\nIch muss. Einfach. Noch. Ein. Wenig&#8230;<br \/>\n<strong>Durchhalten!<\/strong><br \/>\n9.90km<br \/>\n39 Minuten habe ich mich abgerackert und jetzt auf dem letzten, verdammten Kilometer werde ich <em>nicht<\/em> alles verlieren!<br \/>\n9.98km<br \/>\nKomm schon!<br \/>\n9.99km<br \/>\nPieeeps doch eeendlich&#8230;<\/p>\n<p>Der Garmin piepste erl\u00f6send, und beinahe auf der Stelle lief ich mit wenigen, holpernden Schritten aus und dr\u00fcckte auf den Stopp-Knopf.<\/p>\n<p>Aus.<br \/>\nVorbei.<br \/>\nKeuchend beugte ich mich vorn\u00fcber, st\u00fctze meine H\u00e4nde auf die Knie ab und holte tief Luft, w\u00e4hrend mein Puls sich langsam wieder erholte.<br \/>\nSchade, dass ich den Pulsgurt nicht angelegt hatte:<br \/>\nBei diesem Lauf w\u00e4re mit Sicherheit ein neue maxHF-Wert f\u00e4llig geworden.<br \/>\nLangsam wanderte mein Blick auf mein Handgelenk.<br \/>\nNoch langsamer drehte den Arm um 180\u00b0, um das Display auf der Unterseite sehen zu k\u00f6nnen:<\/p>\n<p><strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/_pics_\/blog\/2011-02-27-referenz_11_1\/img_0127.jpg\" alt=\"\" width=\"390\" height=\"293\" \/><\/strong><\/p>\n<p>Ich hatte es geschafft!<br \/>\nWelch&#8216; ein Teufelsritt!<br \/>\nWas f\u00fcr ein Gl\u00fccksmoment!<\/p>\n<p>Langsam trabte ich zur\u00fcck zur Dummschwitzer-Schwester, die am Bahndamm wartete.<br \/>\nWahrscheinlich hatte sie meine kleine Runde \u00fcber die Mittelbr\u00fccke \u00fcberrascht.<br \/>\nBereits in Sichtweite hob ich den senkrecht aufgestellten Daumen als unverkennbares Zeichen dieses Triumphes.<br \/>\nSofort wurde mir vom besten Sherpa der Welt die lange Hose und eine trockene M\u00fctze gereicht, die ich auch sofort gegen das v\u00f6llig durchn\u00e4sste Kopftuch eintauschte.<br \/>\nSo trotteten wir wieder gen Heimat.<\/p>\n<p><em>Jetzt<\/em> war ich ein richtiger, schneller L\u00e4ufer.<br \/>\nDie magische Schallmauer von 40 Minuten war durchbrochen!<\/p>\n<p>Zu Hause angekommen holte ich das vers\u00e4umte Dehnen vorsichtig, aber gr\u00fcndlich nach und stellte mich abermals auf die Waage. Wann hat man schonmal die Gelegenheit sich direkt vor und nach einem &#8218;ernsthaften&#8216; Rennen zu wiegen?<br \/>\nDas Ergebnis beeindruckte mich:<br \/>\n77.4kg<br \/>\nIch hatte demnach auf den 10km gut 1.5 kg Fl\u00fcssigkeit verloren.<br \/>\nAber dieses Defizit w\u00fcrde ich noch heute wieder ausgleichen.<br \/>\nZuerst mit Tee, dann ein Eiwei\u00df-Shake und heute Abend beim gro\u00dfen, chinesischen Buffet w\u00fcrde ich mir ein alkoholfreies Pils g\u00f6nnen.<br \/>\n&#8230;vielleicht sogar ein Zweites!<\/p>\n<p>Hier nochmal die offiziellen Rundenzeiten und Ergebnisse im \u00dcberblick:<\/p>\n<p><code><br \/>\nKm --- Pace --------- Zeit<br \/>\n01 --- 3:37min\/km --- 03:37min<br \/>\n02 --- 3:58min\/km --- 07:35min<br \/>\n03 --- 3:53min\/km --- 11:28min<br \/>\n04 --- 4:06min\/km --- 15:34min<br \/>\n05 --- 3:55min\/km --- 19:28min (Neue 5km TBZ!)<br \/>\n06 --- 4:05min\/km --- 23:34min<br \/>\n07 --- 4:02min\/km --- 27:36min<br \/>\n08 --- 4:03min\/km --- 31:39min<br \/>\n09 --- 4:09min\/km --- 35:48min<br \/>\n10 --- 3:49min\/km --- 39:37min (Neue 10km TBZ!)<br \/>\n10.01- 3:11min\/km --- 39:55min<br \/>\n<\/code><\/p>\n<p>39 Minuten, 37 Sekunden.<br \/>\nUnglaublich!<\/p>\n<p>Ich hatte wirklich kurz \u00fcberlegt meine Schwester ein Erinnerungsbild von mir im Renn-Dress schie\u00dfen zu lassen.<br \/>\nAber der Wind war jetzt wirklich sehr garstig auf dem Damm.<br \/>\nAu\u00dferdem soll es ja auch noch eine kleine \u00dcberraschung bleiben.<br \/>\nJedoch&#8230; ein wenig &#8218;Spinksen&#8216; ist zur Feier des Tages erlaubt!<\/p>\n<p><strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/_pics_\/blog\/2011-02-27-referenz_11_1\/img_0131.jpg\" alt=\"\" width=\"390\" height=\"293\" \/><\/strong><\/p>\n<p>Wer wirklich wissen will, wie das komplette, offizielle &#8222;Miep!Miep!&#8220;-Trikot aussieht&#8230; tja der muss mich wohl auf dem ein oder anderen Rennen anfeuern kommen *zwinker*<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Auf Jungs, heute m\u00fcssen wir wieder ein bisschen sterben!&#8220; &#8211; Emil &#8218;Die Lokomotive&#8216; Z\u00e1topek, L\u00e4uferlegende Tag: Sonntag, 27. 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