{"id":273,"date":"2011-06-26T03:11:32","date_gmt":"2011-06-26T01:11:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/?p=273"},"modified":"2013-04-06T03:11:53","modified_gmt":"2013-04-06T01:11:53","slug":"28-internationaler-trierer-stadtlauf","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/?p=273","title":{"rendered":"28. Internationaler Trierer Stadtlauf"},"content":{"rendered":"<p><strong>12 Monate Training f\u00fcr 4 Minuten und 47 Sekunden<\/strong><\/p>\n<p>Sonntag, 26.06.2011<\/p>\n<p>8:45 Uhr.<br \/>\nVor fast genau einem Jahr stand ich an genau dieser Stelle.<br \/>\nDamals befand ich mich zum ersten Mal innerhalb eines Startblockes und war entsprechend aufgeregt.<br \/>\nJetzt z\u00e4hlte ich mich bereits zu den Erfahreren, denn seit dem 27.06.2010 hatte ich bereits einige Rennen absolviert. Und so war mir beim Warmlaufen auch relativ klar, dass ich heute keinen extrem schnellen Tag haben w\u00fcrde.<br \/>\nNaja, wen wunderts: Die letzten Tage daheim immer erst um 6 Uhr morgens in Bett, gestern dann auch schon um 10 Uhr wieder aus den Federn und auf gen Trier. Dort dann mit Freunden ins Kino und sp\u00e4ter noch auf einen kleinen Absacker \u00fcbers Altstadtfest geschlendert.<br \/>\nUm 2 Uhr dann heute morgen wie erschlagen in den Schlafsack geklettert. Um 5:50 Uhr dann schon wieder raus.<br \/>\nDa half es auch nur wenig, dass ich diesmal auf der Couch und nicht dem K\u00fcchenboden des selben Freundes wie letztes Jahr n\u00e4chtigte.<br \/>\nTrotzdem, unter 40 Minuten w\u00e4re schon sehr sch\u00f6n.<br \/>\nSozusagen ein kleiner Ritterschlag auch in &#8218;meinem Trier&#8216;.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDas Wetter jedoch schien ebenfalls etwas dagegen zu haben, denn war es bis vor einer halben Stunde noch ausreichend k\u00fchl und bew\u00f6lgt gewesen, so brach dann pl\u00f6tzlich die Sonne durch und auf der Stelle wurde es warm.<br \/>\nSpontan war ich nochmal zum Auto geflitzt und hatte das w\u00e4rmende Kopftuch gegen Sonnencreme eingetauscht.<\/p>\n<p>Schr\u00e4g vor mir ersp\u00e4hte ich ein bekanntes Gesicht: Jener Mitarbeiter der trierer &#8222;City Sport&#8220;-Filliale, der mir Anfang des Jahres meine Nike Lunar Elite-Rennschuhe empfohlen hat. Wir sprachen kurz miteinander, w\u00fcnschten uns Gl\u00fcck und schon knallte der Startschuss durch die altehrw\u00fcrdige Gasse.<br \/>\nObwohl ich schon erheblich weiter vorne stand, als letztes Jahr, \u00fcberholte ich auch diesmal auf dem ersten Kilometer wieder gesch\u00e4tzt hundert L\u00e4ufer, bevor es dann auch schon an der ersten Getr\u00e4nkestation vorbei \u00fcber die Mosel ging.<br \/>\nIch hatte im Vorfeld ausreichend getrunken und begn\u00fcgte mich vorerst mit einem nassen Schwamm, den ich mir im Nacken ausdr\u00fcckte.<br \/>\nEs ging relativ gem\u00e4chlich bei einem Schnitt von knapp 3:50min pro Kilometer, also nur etwas \u00fcber 15km\/h, bergab auf die Unterf\u00fchrung und somit der Eurener Stra\u00dfe zu.<br \/>\nL\u00e4ufer f\u00fcr L\u00e4ufer vor mir wurde langsamer, ich hielt das Tempo jedoch aufrecht und rutschte dadurch ohne gro\u00dfes Zutun immer weiter nach vorne ins Feld.<br \/>\nVor mir befand sich pl\u00f6tzlich ein Junge im schwarzen Trikot mit der Aufschrift &#8222;Altes Rodalben&#8220;.<br \/>\nWar das wirklich ein L\u00e4ufer aus meinem Geburts\u00f6rtchen?<br \/>\nVon hinten kam ein ausgewachsener L\u00e4ufer mit dem selben Trikot an mir vorbei, klopfte seinem jungen Teamkameraden auf die Schulter und zog weiter.<br \/>\nNa da bleib ich doch dran!<br \/>\nWieder warf ich einen Blick auf das Trikot:<br \/>\nTats\u00e4chlich stand dort &#8222;Olli&#8217;s Radladen&#8220;.<br \/>\nNaja.<br \/>\nH\u00e4tte sein k\u00f6nnen!<br \/>\nIch heftete mich also die ganze Eurener Stra\u00dfe lang an schwarzen L\u00e4ufer und trank an Getr\u00e4nkestation 2 etwas Wasser, der Rest landete auf meinem Kopf, au\u00dferdem g\u00f6nnte ich mir wieder einen &#8222;Schamm-to-go&#8220;.<br \/>\nAls es dann auf die Kaiser-Wilhelm-Br\u00fccke zuging und die Strecke zum ersten Mal richtig anstieg, \u00fcberholte ich meinen schwarzen Vordermann und bog deutlich vor ihm auf die Br\u00fccke ein. <\/p>\n<p>Kurz zuvor waren wir aber beide noch Zeuge geworden, wie ein urtrierer Polizist wortgewandt und gestenreich einen uneinsichtigen Taxifahrer in die Schranken wies.<br \/>\nEin Streckenposten stand etwas abseits mit vor Lachen hochroten Kopf und grinste uns an<br \/>\nIch grinste, im Rahmen meiner M\u00f6glichkeiten, zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Weiter ging es, zum ersten mal auf teilweise schattigen Abschnitten, durch eine kleinere Seitenstra\u00dfe.<br \/>\nAus einer Hofeinfahrt vor uns bog ein Tuareg auf die Stra\u00dfe, der Fahrer sichtlich geschockt, dass er sich wohl mitten in einem Rennen wiederfand.<br \/>\nAllerdings war er so weit vor uns, dass er nicht st\u00f6rte.<br \/>\nWas mich allerdings st\u00f6rte war, dass der schwarze &#8222;Radladen Olli&#8220; mich wieder zur\u00fcck \u00fcberholte.<br \/>\nNa warte!<br \/>\nEs ging links ab in Richtung Porta Nigra und an Getr\u00e4nkestation 3 g\u00f6nnte ich mir mal so richtig einen Imbiss:<br \/>\nGanz am Anfang einen Becher aus der Hand gefischt, einen Schluck getrunken, den Rest auf den Kopf. Direkt danach einen Schwamm geangelt und in die linke Hand geparkt und passgenau den letzten Becher aus der Hand des letzten Helfer geschnappt. Diesmal 2 Schluck getrunken, abermals den Rest auf den Kopf.<br \/>\nDerart abgek\u00fchlt und erfrischt ging es bergauf am BKT (Gruss an Abbs *g*) vorbei und der Porta entgegen.<br \/>\nNach und nach leerte ich mir den Schwamm in den Nacken und schon drang das Trommeln der Samba-Gruppe an der Spendenmatte entgegen.<br \/>\nRadladen-Olli lief am linken Stra\u00dfenrand an der Matte vorbei, ich dagegen lief ganz rechts durch den Spendenbogen (was ohnehin geplant war) und hatte dadurch einen Streckenvorteil, da sich die ganze Geschichte in einer Rechtskurve abspielte.<br \/>\nRichtig absetzen konnte ich mich aber wieder nicht.<\/p>\n<p><strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/_pics_\/blog\/2011-06-26-trier\/img_0002.jpg\" alt=\"\" width=\"390\" height=\"293\" \/><\/strong><\/p>\n<p>Und als wir wenige Minuten sp\u00e4ter abermals auf einem langgezogenen Bergaufst\u00fcck den Kaiserthermen entgegen liefen, hatte mich &#8222;Olli&#8220; wieder ein- und \u00fcberholt.<br \/>\nAber auch ich lie\u00df ihn nicht von dannen ziehen, sondern klebte dicht an seinen Fersen.<br \/>\nDas \u00e4nderte sich dann leider kurz vor den Thermen.<br \/>\nOlli gab Gas &#8211; ich hatte mein weniges Pulver leider verschossen.<br \/>\nIn der Unterf\u00fchrung kassierte ich zwar meinerseits nochmal einen L\u00e4ufer, aber der schwarze L\u00e4ufer war, zusammen mit einem anderen L\u00e4ufer, auf und davon.<br \/>\nDer letzte Kilometer brach an, ein Blick auf die Uhr signalisierte mir, dass es jetzt sogar mit der 39er-Zeit eng werden w\u00fcrde.<br \/>\nRichtig eng!<br \/>\nEs ging wieder der Brotstra\u00dfe entgegen und leicht bergab auf den Hauptmarkt zu.<br \/>\nVor mir sah ich &#8222;Olli&#8220; zwar noch, aber erreichen w\u00fcrde ich ihn trotz respektablen Entspurtes im 3:10min\/km-Bereich nicht mehr.<br \/>\nIm Gegenteil: Hinter mir ebbte das Klatschen nicht mehr an, sondern hielt an:<br \/>\nKlares Zeichen daf\u00fcr, dass mir mindestens ein weiterer L\u00e4ufer im Genick sa\u00df!<\/p>\n<p><strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/_pics_\/blog\/2011-06-26-trier\/img_0001.jpg\" alt=\"\" width=\"390\" height=\"293\" \/><\/strong><\/p>\n<p>Mit wirklich den letzten Reserven pr\u00fcgelte ich mich in diesem doch recht hohen Tempo (immerhin 19km\/h) \u00fcber die Ziellinie.<br \/>\nIch stoppte meine Uhr bei 39:59min.<br \/>\nPuhhh&#8230; das war knapp!<br \/>\nDass mir jemand die Finisher-Medallie umh\u00e4ngte nahm ich kaum wahr.<\/p>\n<p>Die offizielle Zeit betr\u00e4gt leider &#8217;nur&#8216; 40:00min, Platz 39 in der Gesamtwertung, sowie Platz 7 in meiner Klasse M30.<br \/>\nGanz ehrlich, das ist nicht wirklich das Ergebnis, welches ich zu Beginn des Dummschwitzers ausgerufen hatte.<br \/>\nImmerhin wollte ich einen ernsthaften Angriff auf die 37-Minuten starten.<br \/>\nAlso eine Niederlage?<br \/>\nJa und Nein.<br \/>\n&#8222;Ja&#8220;, weil ich in Trier nat\u00fcrlich mindestens 2 Minuten langsamer war, als ich mir vorgenommen hatte.<br \/>\n&#8222;Nein&#8220;, da mein Hauptziel, die &#8222;Sub-40&#8220; ja bereits am 13.M\u00e4rz abgelieferte.<br \/>\nUnd trotz allem war ich ja \u00fcberm\u00fcdet und leicht angekatert immerhin noch 4:47min schneller, als vor genau einem Jahr.<br \/>\nL\u00e4ufer k\u00f6nnen sich halt auch eine Niederlage richtig sch\u00f6n reden, haha!<\/p>\n<p>Dann stand er vor mir: Der L\u00e4ufer in schwarz.<br \/>\nZum ersten Mal sah ich sein Gesicht.<br \/>\nEr erblickte mich ebenfalls.<br \/>\n&#8222;Sehr sch\u00f6n gelaufen!&#8220;, gratulierte ich ihm und gab offen zu: &#8222;Ohne dich h\u00e4tte ich es nicht so schnell geschafft.&#8220;<br \/>\n&#8222;Ah, aber du hast am Anfang auch gut Tempo gemacht. Da konnte ich mich zum Gl\u00fcck gut an dich anh\u00e4ngen. Hast mich auch gut durchgezogen.&#8220;, bedankte er sich ebenfalls.<br \/>\nWir nickten uns zu und schon erblickte ich das n\u00e4chste bekannte Gesicht: Meinen Laufschuh-Verk\u00e4ufer vom Citysport.<br \/>\n&#8222;Boah, Gl\u00fcckwunsch. Klasse gelaufen, ich hab dich noch losspurten sehen, aber bin echt nicht mehr rangekommen&#8220;, begr\u00fc\u00dfte er mich.<br \/>\nWir schlugen ein, umarmten uns. &#8222;Du hast aber auch gut Druck gemacht, ich hab die Posten hinter mir immer mehr klatschen h\u00f6ren&#8220;.<\/p>\n<p>Jetzt mit etwas Erfahrung muss ich zugeben: Trier hat im Vergleich zum Bayerkreuz-Rundkurs, oder dem Neusser Sommernachtslauf vielleicht nicht die schnellste Strecke in meinem Laufkalender.<br \/>\nAber vom Ambiente ist es mit Sicherheit eine der Sch\u00f6nsten!<\/p>\n<p>In all dem Get\u00fcmmel ersp\u00e4hte ich dann tats\u00e4chlich auch die Familie jener Freundin, die letztes Jahr noch mitgestartet war.<br \/>\nDer Vater war dieses Jahr ebenfalls wieder mit von der Partie und konnte seine Bestzeit ebenfalls um gute 5 Mnuten verbessern.<\/p>\n<p>Um 12 Uhr war ich es dann der am Streckenrand jubelte:<br \/>\nAbbs Tochter startete beim Bambini-Lauf und zusammen spurteten Mutter, Matthias und ich am Streckenrand mit, um Start und Ziel erleben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Danach gab es noch lecker Nudeln und ein paar lustige Gespr\u00e4che:<br \/>\nEin rundum gelunger Tag!<\/p>\n<p>Naja fast, denn bedingt durch Staus und stockenden Verkehr auf der R\u00fcckfahrt konnte ich leider erst p\u00fcnktlich zur 2, Halbzeit unsere Fussball-M\u00e4dels anfeuern.<\/p>\n<p>Das war sie nun also, die offizielle Dummschwitzer-Zeit.<br \/>\nWas haben wir nicht zusammen gelacht, geschwitzt und geackert?!<\/p>\n<p>Und genau deshalb wird es hier und jetzt nicht enden!<\/p>\n<p>Ganz im Gegenteil: Ab 1.7.2011 geht es mit neuem Schwung weiter.<br \/>\nLasst euch \u00fcberraschen!<\/p>\n<p>Ein letztes Mal gr\u00fc\u00dft,<br \/>\nEuer Dummschwitzer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>12 Monate Training f\u00fcr 4 Minuten und 47 Sekunden Sonntag, 26.06.2011 8:45 Uhr. 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