{"id":283,"date":"2011-07-23T12:49:45","date_gmt":"2011-07-23T10:49:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/?p=283"},"modified":"2014-04-17T15:17:43","modified_gmt":"2014-04-17T13:17:43","slug":"run-of-colours-der-abend-danach","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/?p=283","title":{"rendered":"Run of Colours &#8211; Der Abend danach."},"content":{"rendered":"<p><strong>Laufen am Limit &#8211; und die Folgen pers\u00f6nlicher Fehleinsch\u00e4tzung<\/strong><\/p>\n<p>Beim Run of Colours war ich -obwohl ich keine neue Bestzeit lief- an mein pers\u00f6nliches Limit gekommen. Nicht zum ersten Mal in meiner Laufkarriere, aber mit Sicherheit am Deutlichsten. Dies gepaart mit den widrigen Wetterverh\u00e4ltnissen machten aus einer 38min-Rakete beinahe einen Fall f\u00fcr die Notaufnahme&#8230;<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDie Busfahrt hatte ich ja noch halbwegs ehrenvoll \u00fcber mich ergehen lassen; und wer mich kennt wei\u00df, wie sehr ich Linienbusfahrten hasse.<br \/>\nAber schon auf dem Weg von der U-Bahn zum RE begann es in meinem Bauch sehr unangenehm zu ziehen.<br \/>\nKalter Schwei\u00df rann mir \u00fcber den R\u00fccken, trotzdem war mir ziemlich warm.<br \/>\nDer Regional-Express war nat\u00fcrlich hoffnungslos \u00fcberf\u00fcllt, sodass unser Tross mit Stehpl\u00e4tzen in T\u00fcrn\u00e4he vorlieb nehmen musste. Ich pers\u00f6nlich bevorzugte jedoch einen Hockplatz und setzte mich halb auf den Boden, bzw lehnte mich irgendwie an irgendetwas.<\/p>\n<p>Das Ganze entgegen der Fahrtrichtung, na janz herrlisch!<\/p>\n<p>In Leverkusen angekommen verabschiedeten wir uns recht schnell von Andr\u00e9 und Maike, denn meine Bauchschmerzen hatten mittlerweile eine mehr als unangenehme St\u00e4rke angenommen.<br \/>\nDen Rest des Abends verbrachte ich dann zu gleichen Teilen entweder so&#8230;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/_pics_\/blog\/2011-07-16-koeln\/K640_CIMG4190.JPG\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"481\" \/><\/p>\n<p>&#8230;oder in den &#8222;Hallen der Inneren Ruhe&#8220;.<br \/>\nAbby versorgte mich mit Pfefferminztee, welcher aber nur f\u00fcr eine m\u00e4\u00dfige Entlastung des heimischen Abwassersystems sorgen konnte.<br \/>\nMatthias w\u00e4rmte das vorbereitete Gulasch auf, damit wenigstens meine G\u00e4ste nicht vom Fleisch fallen, ich pendelte derweil in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden durch meine Wohnung.<\/p>\n<p>Der Umstand, dass sich auf Toilette auch ohne ganz f\u00e4rbende Lebensmittel wie z.B. Rote Beete eine deutliche, blutrote F\u00e4rbung einstellte, trug ebenfalls gar nicht zu meiner Beruhigung ein.<br \/>\nSp\u00e4testens zu diesem Zeitpunkt h\u00e4tte ich, wenn ich alleine auf mich gestellt gewesen w\u00e4re, profunde, \u00e4rztliche Hilfe in Anspruch genommen.<br \/>\nStattdessen trank ich weiter Tee und mummelte mich in den dicksten Trainingsanzug, den ich auftreiben konnte, als der Sch\u00fcttelfrost einsetzte.<br \/>\nIrgendwann nach Mitternacht entschuldigte ich mich dann vorzeitig in mein Bett. Ziemlich unh\u00f6flich als Gastgeber, aber ungew\u00f6hnliche Umst\u00e4nde erfordern ungew\u00f6hnliche Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Gegen 3 oder 4 Uhr wurde ich noch einmal wach, krabbelte von meinem Hochbett ins Bad und erbrach mich zur Abwechslung.<br \/>\nSoweit ich das aber erkennen konnte diesmal ohne nennenswerten Blutanteil. Trotzdem wurde es mit etwas mulmig!<br \/>\nWas um Himmelswillen geschieht hier gerade mit mir?<\/p>\n<p>Ich knabberte eine halbe Scheibe trockenes Brot, um den elendigen Geschmack aus dem Mund zu bekommen und schlief dann aber irgendwie bis knapp 9 Uhr durch.<\/p>\n<p>So unheimlich wie die Schmerzen, Kr\u00e4mpfe und der Sch\u00fcttelfrost gekommen waren, so pl\u00f6tzlich waren sie am n\u00e4chsten Morgen verschwunden.<\/p>\n<p>Was genau geschehen war, kann ich mir noch immer nicht erkl\u00e4ren.<br \/>\nAuf den Bildern und den Schilderungen von Abby und Matthias war mein Laufstil beim Rennen recht &#8222;wackelig, schaukelnd&#8220; ungef\u00e4hr so wie mein Bruder ihn Anfang des Jahres vor meinem Muskelaufbautraining beschrieben hatte.<br \/>\nWaren durch die ermattete St\u00fctzmuskulatur meine Eingeweide zu sehr &#8218;durchgesch\u00fcttelt&#8216; worden und hatten sich dabei verletzt?<\/p>\n<p>Nach einem vorsichtigen Fr\u00fchst\u00fcck (ein kleiner Kaffe, ein gekochtes Ei und den Rest der Scheibe Brot) machten wir 3 uns zwischen 2 Regenschauern auf einen kleinen Spaziergang.<br \/>\nDie frische Luft und die Bewegung taten mir richtig gut &#8211; und sogar Schaukeln im Neulandpark war sogar wieder m\u00f6glich ,-)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/_pics_\/blog\/2011-07-16-koeln\/K640_CIMG4196.JPG\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"481\" \/><\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg k\u00f6nnten wir uns in der Gastst\u00e4tte &#8222;Zum g\u00fcldenen M&#8220; je ein McFlurry, welches ich ebenfalls gut vertrug.<\/p>\n<p>Also hatte der Spuk ein Ende?<\/p>\n<p>Um kein Risiko einzugehen, lie\u00df ich das Montagstraining ausfallen und beschr\u00e4nkte mich Dienstag statt eines Intervalltrainings auf 10km Dauerlauf. Die Donnerstag- und Freitagseinheit entfiel ebenfalls.<\/p>\n<p>Das f\u00fcr Sonntag, 24. Juli angesetzte 10km Jahreshighlight in Kaiserslautern musste ich vorsichtshalber ebenfalls absagen. Ich war zwar bei weitem nicht bettl\u00e4gerig, aber alleine der Arbeitsalltag schlauchte mich so sehr, dass ich mir auf keinen Fall ein ernsthaftes 10km-Rennen zutraute.<\/p>\n<p>Jetzt steht mir eine Woche &#8222;ReHa&#8220;-Training bevor.<\/p>\n<p>Sicher ist sicher!<\/p>\n<p>Euer Dummschwitzer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Laufen am Limit &#8211; und die Folgen pers\u00f6nlicher Fehleinsch\u00e4tzung Beim Run of Colours war ich -obwohl ich keine neue Bestzeit lief- an mein pers\u00f6nliches Limit gekommen. Nicht zum ersten Mal in meiner Laufkarriere, aber mit Sicherheit am Deutlichsten. 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