{"id":291,"date":"2011-08-23T12:56:46","date_gmt":"2011-08-23T10:56:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/?p=291"},"modified":"2013-04-06T12:59:36","modified_gmt":"2013-04-06T10:59:36","slug":"sahara-rennsimulator","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/?p=291","title":{"rendered":"Sahara &#8211; Rennsimulator"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der Sommer kommt, Kasi geht&#8230; laufen<\/strong><\/p>\n<p>Dienstag, 23.August 2011<br \/>\n18:15 Uhr<\/p>\n<p>Keine 10 Minuten nachdem ich von der Arbeit kam und meinen 2 Zimmer-W\u00e4scheschrank mit Schlafgelegenheit betreten hatte, verlie\u00df ich ihn auch schon wieder frohgemutes.<br \/>\nIm Flur schn\u00fcrte ich mir meine Trainingsschuhe und resettete die GPS-Uhr.<br \/>\nDas ist tats\u00e4chlich schon die letzte &#8222;richtige&#8220; Einheit vor dem Senkbachtalsperrenlauf am Sonntagmorgen.<br \/>\nDonnerstag steht zwar noch eine weitere Einheit an, aber das ist lediglich ein 7km-Gepl\u00e4nkel im oberen 4min-Schnitt, um die Schuheinlagen in den Wettkampfschuhen einzulaufen.<br \/>\nDie M\u00f6rderblase an meiner Ferse ist auch bereits weitestgehend abgeheilt, also auf auf ans Werk!<br \/>\n<!--more--><br \/>\nHeutiges Trainingsziel: Ein ca 10km Tempolauf bei maximal 4:30min pro km, also etwas \u00fcber 13 km\/h.<\/p>\n<p>Klingt erstmal nicht so m\u00f6rderisch, bei einer Temperatur von 28\u00b0C im Schatten und 67% Luftfeuchte wirds wohl aber trotzdem recht &#8222;erquickend&#8220;.<br \/>\nSo trabte ich los. Die Sonne stand nach einem Regenschauer nun wieder hoch am beinahe wolkenlosen Himmel: Eine der wenigen Gelegenheiten meine s\u00fcndhaft teure Sportbrille mit der orangen Speziel-Superduper-Verglasung zu tragen.<br \/>\nDer nasse Asphalt auf der Stra\u00dfe dampfte h\u00fcfthoch vor mir auf, aus den Ohrh\u00f6rern dudelte Radio EinsLive.<br \/>\nBei den etwas lockeren L\u00e4ufen h\u00f6re ich neuerdings \u00f6fters Radio: Man wei\u00df nie genau was die Jungs spielen, und kann sich wunderbar felxibel mit dem Lauftempo an die Musik anpassen.<br \/>\nDer Schwei\u00df rann mir bereits aus allen Poren, als ich nach einigen Kilometern die Wupper \u00fcberquerte, der &#8222;Drehzahlmesser&#8220; stand jedoch erst bei 3,8.<br \/>\nGemeint ist der Pulsbereich.<br \/>\nDer reicht bei meiner Uhr von 0,1 bis 5,9. Im normalen Training h\u00e4lt man sich meistens irgendwo zwischen 4,1 und 5,1 auf. Der &#8222;Rote Bereich&#8220; beginnt bei ungef\u00e4hr 5,5.<br \/>\nVor mir entdeckte ich in betr\u00e4chtlicher Entfernung eine recht gro\u00dfe Laufgruppe.<br \/>\nSehr gut.<br \/>\nMit Ziel vor Augen l\u00e4uft es sich erheblich einfacher, als stur nach Pace.<br \/>\nIch drehte auf, bis sich der Puls bei 4,5 einpendelte. Das entspricht ungef\u00e4hr 75% meiner maximalen Herzfequenz.<br \/>\nDie Laufgruppe war zwischenzeitlich hinter einer Kurve verschwunden, als sie jetzt wieder in Sicht kam, waren lediglich 2 L\u00e4uferinnen zu sehen.<br \/>\nZiemlich schnell kam ich auf und da die Beiden scheinbar in ein Gespr\u00e4ch vertieft waren, \u00fcberholte ich im Gr\u00fcnstreifen, gr\u00fc\u00dfte freundlich und sah weitere &#8222;Splittergruppen&#8220; der Laufgruppe in abermals einigen hundert Metern Entfernung unter der Westring-Br\u00fccke verschwinden.<br \/>\n28\u00b0C im Schatten bei 67% Luftfeuchte.<br \/>\nNur leider war hier kein Schatten und die tropische Schw\u00fcle tat ihr \u00dcbriges.<br \/>\nMein Tempo lag nun bei ca 4:05 min\/km, knapp unter 15 km\/h und kurze Zeit sp\u00e4ter &#8218;kassierte&#8216; ich die n\u00e4chsten drei L\u00e4ufer, ebenfalls in ein Gespr\u00e4ch vertieft.<br \/>\nLinks \u00fcber mir hinter der B\u00f6schung war der n\u00e4chste L\u00e4ufer zu erahnen.<br \/>\nKurz darauf f\u00fchrte der Kurs auch mich \u00fcber eine ansteigende 180\u00b0-Kehre auf diesen Radweg auf die Br\u00fccke zu, die ich vor wenigen Augenblicken unterquert hatte.<br \/>\nAUf der Br\u00fccke kamen pl\u00f6tzlich die beiden Frauen, die ich auf der Wiese \u00fcberholte aus dem Dickicht: Sie hatten die Schleife \u00fcber eine kleine Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke abgek\u00fcrzt.<br \/>\nLachend lie\u00dfen sich mich vorbei, sodass ich wenig sp\u00e4ter L\u00e4ufer Nummer 6 der Gruppe auf meiner &#8222;Haben-Seite&#8220; hatte.<br \/>\nWeiter ging es auf dem Rad- und Fu\u00dfg\u00e4ngerweg in Richtung Wiesdorf. Ich lief auf dem leeren Radweg, die n\u00e4chsten beiden L\u00e4ufer bereits im Blick.<br \/>\nMein Puls drehte nun schon knapp unter 5,0. Das Tempo dagegen war gleich geblieben: Ersch\u00f6pfung macht sich langsam breit.<br \/>\nDer K\u00f6rper zwackt also bereits Blut aus den Muskeln in die \u00e4u\u00dferen Hautschichten ab, um sich besser k\u00fchlen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nKein Wunder. Um diese Uhrzeit liegt der komplette 9,5km Trainingskurs in der ungesch\u00fctzten Sonne.<br \/>\nWas solls. Das h\u00e4rtet ab.<br \/>\nNach knapp einem Kilometer hatte ich die beiden Herren ein. Der Rechte trug ein &#8222;Bayer 04 Leverkusen Lauftreff&#8220;-Shirt.<br \/>\nAh ha.<br \/>\nEndlich mal ein Name!<br \/>\nIch gr\u00fc\u00dfte abermals freundlich, die Beiden gr\u00fc\u00dften zur\u00fcck &#8211; und weiter ging es f\u00fcr mich.<br \/>\nDenn, oh d\u00e9j\u00e0 vu, vor mir befanden sich wiederrum 2 L\u00e4ufer.<br \/>\nDiesmal wieder 2 Frauen, und diesmal nicht gerade langsam unterwegs!<br \/>\nDen 4:05min\/km-Schnitt zu halten, fiel mir mittlerweile schon etwas schwerer. Aber das ging noch, der Puls kletterte daf\u00fcr aber auf 5,2.<br \/>\nJetzt gehts also an die Reserven.<br \/>\nAber das ist nunmal ein Tempolauf-Training und kein Wanderausflug. Ernsthaftes Training macht meistens erst hinterher Spa\u00df!<br \/>\nBeide M\u00e4dels erreichte ich, auch dank eines flotteren Songs im Radio, mit einem Schnitt von ca 3:55min\/km.<br \/>\nKurz darauf verschwand ich unter der B\u00fcrriger Zubringer-Br\u00fccke und \u00fcberlegte, wie lange ich dieses Tempo wohl noch aufrecht halten kann.<br \/>\nEinige Hundert Meter vor mir verschwand gerade eine L\u00e4uferin hinter einer Kurve.<br \/>\nAch Mensch&#8230;<br \/>\nZ\u00e4hne zusammenbei\u00dfen und weiter.<br \/>\nBevor ich die Frau erreichte, wechselte sie ins Gehen und trank aus ihrer Wasserflasche.<br \/>\nAls ich \u00fcberholte, winkte sie mir zu.<br \/>\nIch nahm die Ohrh\u00f6rer raus und lief in einer weiten, langsamen Kurve auf sie zu.<br \/>\n&#8222;Hast du da hinten ein paar L\u00e4ufer gesehen?&#8220;, fragt sie.<br \/>\n&#8222;Ja, da sind mehrere kleine Gruppen unterwegs&#8220;, antwortete ich<br \/>\nDa war ich an ihr vorbei, drehte um und trabte wieder auf sie zu.<br \/>\n&#8222;Wo sind die denn ungef\u00e4hr?&#8220;, wollte die Frau wissen<br \/>\n&#8222;Die beiden Schnellsten m\u00fcssten gleich kommen, die Langsameren so in vielleicht 8 Minuten&#8220;, sch\u00e4tze ich.<br \/>\n&#8222;Was? So schnell war ich doch gar nicht&#8220;, lachte mein Gegen\u00fcber und schaute auf die leere Flasche.<br \/>\nKurz nickte ich der Frau zu und w\u00fcnschte auch ihr noch einen sch\u00f6nen Tag.<br \/>\nIn der ganzen Szenerie muss ich ein wenig ausgesehen haben, wie diese 60er Jahre Wild-West-Schauspieler, die man ohne Training auf ein Pferd hockte und nun mit Ganzk\u00f6rper-Verrenkungen versuchten den Dialogpartner nicht aus den Augen zu verlieren, w\u00e4hrend das Pferd unter ihnen Walzer tanzte.<\/p>\n<p>2 Kilometer und etwa 8 Minuten sp\u00e4ter, etwa zu der Zeit als der Lauftreff sich auch wieder zusammengefunden hatte, trudelte ich bei mir zu Hause ein.<br \/>\nF\u00fcr die 9,4km hatte ich 41:24min gebraucht. Kein Wettkampftempo, aber f\u00fcr diese Wetterbedingungen mehr als ausreichend, zumal ich die beiden langsamen Warmlauf-Kilometer ja mitgewertet hatte.<\/p>\n<p>Donnerstag w\u00fcrde ich wie gewohnt meine Wettkampfsachen &#8222;einlaufen&#8220; und Sonntagmorgen geht es dann endlich wieder an ein richtiges Rennen.<\/p>\n<p>Bis dahin,<\/p>\n<p>Karsten<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Sommer kommt, Kasi geht&#8230; laufen Dienstag, 23.August 2011 18:15 Uhr Keine 10 Minuten nachdem ich von der Arbeit kam und meinen 2 Zimmer-W\u00e4scheschrank mit Schlafgelegenheit betreten hatte, verlie\u00df ich ihn auch schon wieder frohgemutes. 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