{"id":495,"date":"2013-05-12T23:32:27","date_gmt":"2013-05-12T21:32:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/?p=495"},"modified":"2013-05-14T00:08:21","modified_gmt":"2013-05-13T22:08:21","slug":"hinten-scheist-die-ente","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dummschwitzer.de\/blogsys2013\/?p=495","title":{"rendered":"&#8222;Hinten schei\u00dft die Ente!&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><strong>2. TRI Pfalz, Kaiserslautern<\/strong><\/p>\n<p>Da ich den Namen &#8222;Buschh\u00fctten&#8220; vor wenigen Tagen zum ersten Mal geh\u00f6rt habe, ging es f\u00fcr mich vergangenes Wochenende nicht zusammen mit vielen ASV-VereinskollegInnen zum Auftakt der Triathlon-Bundesliga, sondern ins heimische Kaiserslautern zum &#8222;2. TRI Pfalz&#8220;:<br \/>\nGebucht ist nunmal gebucht!<br \/>\nAuf dem Programm stand meine erste Olympische Distanz, mein erstes Freiwasserschwimmen und das erste Mal im Neo &#8211; Das sind ja gleich 3 Dinge auf einmal!<br \/>\nDie Organisation der Veranstaltung tat aber ihr m\u00f6glichstes, um mir meine Nervosit\u00e4t so gut es ging zu nehmen und so reiste ich ruhig, aber gespannt, bereits am Freitag in mein kleines Heimatd\u00f6rfchen an und traf mich dort mit meinem alten Herren.<br \/>\nSamstag wurde es dann jedoch direkt emsig: Noho ausladen, Laufr\u00e4der montieren, kleine Probefahrt, Schaltung Feineinstellung, weitere Probefahrt, alle n\u00f6tigen Unterlagen einpacken und mit Zwischenstopp beim B\u00e4cker im Wohnmobil auf nach Kaiserslautern. Dort holte ich am Messeplatz meine Startunterlagen ab und zeigte auch zum ersten Mal (und ich muss zugeben innerlich auch etwas stolz!) meinen DTU-Startpass vor.<br \/>\nAber gleichzeitig wurde ich auch wieder nerv\u00f6s: Neben dem Umschlag mit meinen Startnummern f\u00fcr mich und das Rad, gabs noch 3 Beutel und weitere Startnummern, sowie viel Papierkram.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAlso erstmal einlesen. Blauer Beutel = Schwimmsachen, Roter Beutel = Laufsachen und Gr\u00fcner Beutel = After Race.<br \/>\nHab ich die Schwimmsachen nich bereits vorher an? Und wo kommen die Radsachen hin?<br \/>\nOh je&#8230; aber erstmal ruhig weiter im Text.<br \/>\nAuf gings zum Gelterswoog und dort traf ich nach dem Bike Check-In eine illustrie Runde tiefenentspannter Mittelstreckler.<br \/>\nWir legten unser Wissen zusammen, scherzten viel herum und nahmen auch den Gelterswoog an sich in Augenschein.<br \/>\nDanach fuhren Paps und ich (mit einem Zwischenstopp im Landgasthof, der -oh Wunder- <em>keine Nudelgerichte<\/em> im Angebot hatte) die komplette Radstrecke ab und kamen logischerweise wieder in Kaiserslautern heraus. Dort g\u00f6nnte sich mein alter Herr noch einen Eisbecher, ich nahm mit Kaffee vorlieb, und dann wurde es auch schon Zeit f\u00fcr die Wettkampf-Besprechung.<br \/>\nDie fand auf dem Dach eines Parkdecks statt und kl\u00e4rte nun auch alle meine offenen Fragen restlos.<br \/>\nIn den Blauen Beutel kommen vorher alle Radsachen und w\u00e4hrend des Wechsels dann die Schwimmsachen.<br \/>\nIn den Roten Beutel entsprechend die Laufsachen und w\u00e4hren des Wechsels die Radsachen.<br \/>\nDer Gr\u00fcne Beutel ist f\u00fcr Duschzeug und warme Kleidung nach dem Rennen gedacht.<br \/>\nJeder Beutel ist mit der Startnummer zu versehen (daf\u00fcr also die 3 Extra-Aufkleber!) und muss bis 20min vor dem Start am Gelterswoog, wahlweise auch Messeplatz, abgegeben werden.<br \/>\nEs folgte eine kurzweilige Beschreibung der Radstrecke bzw Laufstrecke, genaue Erkl\u00e4rung zum Aufbau und Funktion der Wechselzonen und was es sonst noch zu beachten geben k\u00f6nnte.<br \/>\nAlso ich war in der Schule ja nicht immer der Aufmerksamste, aber selbst ich habe alles verstanden und M\u00f6glichkeit zum Nachfragen gabs ebenfalls genug.<br \/>\nWarum im Nachhinein sich einige Starter beschwerten&#8230; ist mir schlichtweg schleierhaft.<\/p>\n<p>Nach der Besprechung gings f\u00fcr Paps und mich direkt zur\u00fcck auf unser kleines D\u00f6rfchen, denn nun wusste ich ja wie ich welchen Beutel zu packen hatte und bereitete mich entsprechend vor, r\u00fchrte gleich die Radgetr\u00e4nke mit an und kontrollierte den Akkustand aller Kameras und der GPS-Uhr.<br \/>\nUm 21 Uhr kochte ich mir einen gro\u00dfen Pott Nudeln und um 22:30 Uhr ging das Licht aus.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Morgen erwartete uns mit Regen und 14\u00b0C Lufttemperatur.<br \/>\nKatzenw\u00e4sche, Instant-Kaffee mangels Kaffeemaschine und ein gro\u00dfes St\u00fcck Bananenbrot mit Nutella.<br \/>\n7:15 Uhr sa\u00dfen wir im Auto und fuhren zu den Shuttlebushaltestellen.<br \/>\nGegen 8:30 Uhr war ich am Gelterswoog und kontrollierte mein Bike, nahm die Schutzt\u00fczen von Lenker und Sattel ab, hing die Flaschen ein und klebte 5 St\u00fccke Powerbar aufs Oberrohr.<br \/>\nDamit war alles getan und nach einem letzten WC-Stopp zog ich mir meinen Neoprenanzug an. Das klappte mittlerweile fast souver\u00e4n und nachdem ich die 3 offiziellen Beutel beim Veranstalter und meine 2 weiteren Beutel bei Paps deponiert hatte, schwamm ich mich kurz ein, bevor der See f\u00fcr die erste Startgruppe ger\u00e4umt werden musste.<br \/>\n5 Minuten sp\u00e4ter, ich hatte mich noch schnell von Paps &#8218;verabschiedet&#8216;, stand ich auch schon im Startblock und begab mich ins Wasser.<\/p>\n<p>Da ich mit den 5 Minuten Einschwimmen meine praktische Erfahrung im Neopren-Schwimmen glatt verdoppelt hatte, reihte mich dem\u00fctig hinten ins Startfeld ein, kassierte nach dem Startschuss trotzdem erste Hiebe und teilte ebenfalls erste, unbeabsichtige, Tritte aus.<br \/>\nNach einigen Hundert Metern, ich wurde weiterhin flei\u00dfig \u00fcberholt, fand ich schlie\u00dflich meinen Rythmus und gew\u00f6hnte mich immer mehr an meine zweite Haut. Die 1500m Schwimmstrecke beendete ich nach glatten 25:00min und machte mich &#8218;radfein&#8216;, was mal wieder 3 Mintuen zu lang dauerte, da ich mich mal wieder in der Radjacke verkantete. Aber bei diesem Mistwetter kanns bei 45km\/h und mehr auf dem Rad schon arg fr\u00f6stelig werden.<br \/>\n&#8230;also zog ich auch noch meine Handschuhe an.<br \/>\nMeiner, am Vortag beim Abfahren der Radstrecke gefassten, Taktik folgend gab ich direkt Gas und \u00fcberholte bereits vor den ersten 6%-Anstiegen mehr als 25 andere Teilnehmer. Die Strecke w\u00fcrde so nass bleiben, dass man bei den Abfahrten nicht mehr sehr viel Zeit w\u00fcrde rausfahren k\u00f6nnen. Zu gef\u00e4hrlich.<br \/>\nDaher war mein Plan direkt zum Angriff zu blasen, mich auf den Bergen richtig zu verausgaben und m\u00f6glichst viel Pl\u00e4tze zu sichern, um mich auf der 20km langen Bergabfahrt f\u00fcr den anschlie\u00dfenden Lauf zu regenerieren. Ob man da mit 60km\/h locker rollt, oder mit 65km\/h am Limit der Kurvenradien heizt, macht nicht mehr viel aus&#8230; aber ob man mit 20km\/h oder 35km\/h den Berg hoch jagt schon.<br \/>\nAb KM 9 gings dann also in langezogenen Kurven immer steiler die &#8222;Karlstal-Schlucht&#8220; hinauf, bis das GPS trotz Puls 180 und Wiegetritt bei 15km\/h verharrte.<br \/>\nSoviel zu 15km\/h bergauf&#8230; Trotzdem \u00fcberholte ich nach wie vor Teilnehmer um Teilnehmer, denn die anderen fuhren im einstelligen Bereich.<br \/>\nAber da ich wusste, dass es ab KM 13 &#8217;nur&#8216; noch wellig zum Johanniskreuz ging und es auf den nassen Bergabst\u00fccken heikel werden konnte, blieb ich dran und schonte mich nicht.<br \/>\nZur Halbzeit hatte ich bei KM 20 die 500 H\u00f6henmeter \u00fcberwunden und nahm die 20 Kilometer lange, konstante Abfahrt nach Kaiserslautern in Angriff, wobei ich mir ein spa\u00dfiges Rennen mit einem Staffel-Rennradfahrer lieferte.<br \/>\nDie gesamte Stra\u00dfenbreite der vollgesperrten Strecke ausnutzend schossen wir mit 60km\/h und mehr durch die Serpentinen zur\u00fcck ins Tal.<br \/>\nNach 1:02:26h gab ich mein Rad in der Wechselzone ab und bereitete den Lauf vor. Ich lag gut in der Zeit und die Beine f\u00fchlten sich noch frisch an. Nur im Magen grummelte es ab und zu, die Dixies in der T2 lie\u00df ich jedoch aus&#8230; leider.<\/p>\n<p>Frohgemut lief ich von Dannen. Nach 2500m im glatten 4er-Schnitt, ich hatte gerade die Dixies ein zweites Mal passiert, grummelte es abermals und ich nahm etwas Tempo raus, konnte aber weiterlaufen.<br \/>\nGerade als ich zum letzten Mal an den Dixies vorbei war schmerzte mein Bauch dann aber ernsthaft und so musste ich, wenn ich keinen \u00fcberaus peinlichen Vorfall riskieren wollte, das Tempo verringern. Drastisch verringern.<br \/>\nMissmutig joggte ich durch die City und fand schlie\u00dflich doch noch ein unbeobachtetes W\u00e4ldchen.<br \/>\nErleichtert konnte ich auf den letzten 2000m bei 3:45min\/km noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, blieb mit 44:44min f\u00fcr 10,6km aber hinter meinen eigenen Erwartungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Trotz des etwas ver\u00fcngl\u00fcckten Laufes bin ich mit meiner Endzeit von 2:19:47h und dem 65. Gesamtplatz (AK: 11) sehr zufrieden und kann auch die gesamte Veranstaltung (OD &#038; MD) nur empfehlen!<\/p>\n<p>Ich freue mich schon richtig auf meinen n\u00e4chsten Triathlon, am 26. Mai in Siegburg.<br \/>\nTotal angefixt, w\u00fcrde ich mal sagen =)<\/p>\n<p>Euer Karsten<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. 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